Mein theoretischer Maximalpuls ist 183, beim Training bewege ich mich im Rahmen um 160 - 169, bringt das noch etwas?
Hallo, wie die Frage bereits aussagt, frage ich mich, ob mein Training noch viel bringt. Es ist nicht so, dass ich beim Training große Ermüdung verspüre, ich halte das ohne Pausen problemlos eine Stunde durch. Erst dann erfolgt eine 10 Minütige Pause und es geht weiter für 20 - 30 Minuten. Dann habe ich keine Lust mehr, würde aber noch mehr schaffen.
Ich fahre Inliner und selbst wenn ich es "ruhig" angehen lasse ist meine Herzfrequenz um 160. Ich habe mal irgendwo gelesen, das Training über 85% des theoretischen Maximalpuls (Bei mir dann 155) nichts bringt. Nur schaffe ich es nicht beim Laufen oder Inlinern meinen Puls darunter zu bekommen, ich müsste dann alle 20 Meter nur noch Rollen bzw. Gehen. Sonderlich nach Luft schnappen tue ich nicht beim Training, durh die Nase atmen ist jedoch nicht mehr kontinuierlich möglich. Mit anderen Worten, mein Körper gibt keine Alarmsignale wie Schwäche Gefühl, Atemprobleme oder sonstiges. Natürlich, nach 1,5 Stunden spüre ich Muskelerschöpfung, aber sonst nichts. Mein Ziel ist natürlich Körperfettabbau und Herz- Kreislauftraining.
Mein Ruhepuls ist durchschnittlich 53.
Vielen Dank und liebe Grüße, Michél

1 Antwort
Hallo Xenon
Ausdauersportler, Spitzensportler eingeschlossen, trainieren 70 bis 80 % im Bereich GA1 und GA2. Der Rest ist dann in dem von Dir beschriebenen Bereich und darüber.
Es fragt sich nun, was Dein tatsächlicher Maximalpuls ist. Wenn er bei 183 liegt sind 165 knapp unterhalb der anaeroben Schwelle. Ständig in diesem Bereich zu trainieren macht tatsächlich wenig Sinn und widerspricht dem oben angeführten Grundsatz.
Bei 5 Trainings pro Woche, trainiere ich vielleicht 2 mal in diesem Bereich, das eine Mal wenn ich Intervalle laufe ( kann es auch höher sein) und das zweite Mal, wenn ich bewusst längere Zeit in diesem Bereich trainiere.
Ich habe die Beobachtung gemacht, dass ich im klassischen Langlauf das Training besser dosieren kann, als wenn ich skate. Mein Coach hat mir dann empfohlen, auch in der Ebene assymetrisch zu laufen und siehe da, ich konnte nun auch mit den Skating-Rollski GA1 Trainings laufen.
Damit will ich sagen, dass man mit den Inlinern wie mit den Skating-Ski gerne mit zu hoher Intesität läuft, weil man eben die Roll, bzw. Gleitphase voll auskosten will, was ein höheres Tempo nötig macht. Du müsstest also versuchen, technisch sauber, dafür aber langsamer zu laufen. (Beim Skatingski kann man das mit dem assymetrischen Schritt, bei dem man die Gleitphase bewusst unterbricht).
Beim Laufen geht es ebenfalls darum, die Kadenz herunter zu nehmen und gemütlicher zu laufen auch wenn das völlig ungewohnt sein mag.
Zum Thema Fettverbrennung: Fett wird bei jedem Training, egal in welchem Intensitätsbereich trainiert wird, zur Energiebereitstellung herangezogen. Im tiefen GA1 Bereich (60 - 65% HFmax) kann man spezielle Trainings für den Fettstoffwechsel machen, was Sinn macht, wenn man über lange Distanzen laufen will. Je intensiver man aber trainiert umso mehr Fett wird verbrannt. Gleichzeitig steigt aber auch der Kohlehydratbedarf.
Also wenn Du speziell Fett abbauen willst, sind auch hohe Intensitätsbereich nicht falsch.
Ich hoffe, Du kannst damit etwas anfangen. Heija, heja ...