ist ein rückwärtssalto wirklich leicht als ein vorwärtssalto ?
2 Antworten
Im Grund haben beide ihre Vor- und Nachteile, es kommt immer darauf an, wo und wie du den Salto springen willst.
1.Aus dem Stand am Boden lässt sich der RS relativ leicht springen, der Rs nur sehr schwer. Vom Sprungbrett ins Wasser sind die Absprungbedingungen etwa gleich.
Am festen Boden ist die „Anlauf“bedingung beim VS leichter. Du brauchst eben nur anzulaufen und abzuspringen. Beim RS musst du zumindest ein perfektes Rondat können, an das du den RS anschießen kannst.
Für viele kostet der Absprung nach hinten „ins Ungewisse“ beim RS mehr Überwindung. Beim Absprung zum VS siehst du, wohin du springst.
Bei der Landung (gleichgültig ob Boden oder Wasser) ist die Sache umgekehrt. Da siehst du beim RS die Landestelle früher als beim VS.
Beim VS am Boden wirken sich Bewegungsfehler schwerwiegender aus. Wenn du nicht schnell genug anläufst oder vor dem Absprung wieder abbremst, bekommt der VS nicht genug Rotation und du landest nur in der Hockstellung oder auf dem Po (Beispiel: Torjubel von Klose. Der Salto ist wirklich schlecht!). Beim RS sorgt schon das Rondat für genügend Tempo.
Beim VS ist ein gutes Anhocken der Beine während der Rotation wichtig und wird schnell vernachlässigt. Folge: geringe Rotation (s.o.). Beim RS hockt man die Beine automatisch gut an. Das ist aber oft nicht notwendig, weil man vom Rondat schon genug Power hat..
(Das soll erst einmal reichen!)
Ich bin hier folgender Meinung: Ein Vorwärtssalto ist körperlich schwerer, aber koordinativ einfacher. Der Rückwärtssalto ist körperlich einfacher, aber koordinativ schwerer. Bei einem misslungenen Vorwärtssalto haut es einen auf den Rücken oder eher schon auf den auf den Hintern, bei Rückwärtsalto geht es es an das Gesicht bzw. den Kopf, was eine höhere koordinative Anforderung stellt, wenn man es vermeiden möchte. Auch das Angstpotenzial schätze ich höher ein, weil eine Rückwärtsdrehung eher unnatürlicher ist.